Visit South Tyrol: Wandern auf den Schlern

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht nur gutes Essen liebe, sondern auch die Natur und die Berge. Vergangenes Wochenende habe ich gemeinsam mit einer Freundin in den Dolomiten verbracht. Eine unserer Wanderungen führte uns auf den Hausberg von Bozen – den Schlern. Das wunderschöne Bergpanorama, das uns auf unserer Wanderung umgab, möchte ich dir heute zeigen.
 

Von der Seiser Alm zum Schlernhaus

Beeindruckt von der Sammlung wilder Zacken und Spitzen machten wir uns auf zum Schlernhaus. Ausgangspunkt unserer Wanderung war die Bergstation der Seiser Alm. Wir liefen auf einer kleinen, asphaltierten Straße entlang in Richtung der Bergstation des Spitzbühels. Bereits nach der ersten Linkskurve bogen wir auf einen Kiesweg ab und unterquerten einen Panoramalift. Es ging sanft aufwärts. Am Rücken teilte sich der Weg. Um zur Saltnerhütte (1820m) zu gelangen, folgten wir dem linken Weg. Auf dem Wegweiser war es der Wanderweg Nummer 5. Die Saltnerhütte hatte Ende Mai noch geschlossen, doch abgeschnittene Baumstümpfe gegenüber der Hütte boten Gelegenheit für eine kurze Rast. Bevor es über den „Touristenstig“ auf den Rücken des Schlerns ging, gönnten wir uns eine kleine Stärkung. Wir wussten, der Weg hinauf zum Massiv würde ein schweißtreibender, kurvenreicher Aufstieg werden. Doch das wunderbare Bergpanorama war die Mühe allemal wert! Während wir Meter für Meter durch den Legföhrenwald bergauf gingen, vermischte sich der Duft von Fichten mit der früh sommerlichen Bergluft. Zwischendurch überquerten wir vom Winter übrig gebliebene Schneefelder und liefen an Bänken aus alten Baumstämmen vorbei. Vögel zwitscherten, Murmeltiere pfiffen. Der Himmel nahezu wolkenlos. Die klare Luft machte die optische Täuschung der Entfernung zum Schlernplateau perfekt. Je höher wir stiegen, desto milder wurden die Temperaturen. Ein eisiger Wind pfiff über die Kanten des Massivs. Dennoch ließ ich mir die Gelegenheit ein solch beeindruckendes Panorama mit der Kamera festzuhalten nicht entgehen.

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vollmundig_Schlern_Sued_Tirol-31Die letzten Meter bis zum Schlernhaus führten über eine flache Wiese. Als wir an der Weggabelung ankamen, lag das Schlernhaus zu unserer Linken. Wir gingen um das Haus herum, setzten uns an die sonnige Rückseite des Hauses und genossen den Ausblick auf Langkofel (Sasso Lung), den Plattkofel (Sasso Piatto), die Sellagruppe (Gruppe del Sella) und den Rosengarten (Catinaccio). Sogar den Lattemar Gebirgsstock der über dem Karersee lag, konnten wir sehen. Wir stärkten uns mit Keksen und frischem Obst für den Abstieg, der alles andere als eine Genusswanderung war.

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Der Rückweg

An der Hinterseite des Hauses führte ein Weg über eine Alm zur St. Kassian Kappele (Wanderweg 2). Ständig vor uns, der wunderbare Blick in Richtung der Gebirgskette. An der Weggabelung wurde der Weg schmaler. Naturbelassen wie er war, verschmilzt er mit den Büschen und Sträuchern am Wegrand. Als wir die Bärenfalle erreichten, veränderte sich die Vegetation. Ein Geröll-Weg, entlang schattiger Felswände führte uns in einen Wald, wo Nadelbäume einen Serpentinen-Weg bildeten. Nach 1600m Abstieg erreichten wir endlich das Ziel unserer Wanderung – St. Zyprian.

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